Ausfallrisiken entwickelter Länder
Da die Studie schon ein paar Wochen alt ist, weiß ich nicht, ob die folgende Grafik schon bei einem anderen Blogger-Kollegen aufgetaucht ist. Was soll’s, denn aufgrund der ganzen Debatten um Griechenland ist das Ding aktueller denn je. Ökonomen der Royal Bank of Canada haben viele der sogenannten entwickelten Länder nach verschiedenen Kriterien eingeschätzt (Haushaltsdefizit und Verschuldung in Relation zum Bruttosozialprodukt, Wirtschaftswachstum und Inflation) und die Länder entsprechend ihrer Risiken eingestuft:
Die höchsten Ausfallrisiken haben danach Irland, Griechenland, Portugal, Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Japan und die USA. Die geringsten Ausfallrisiken sehen die Ökonomen bei Norwegen, der Schweiz, Schweden, Australien, Neuseeland, Dänemark, Finland, Kanada und Deutschland.
→ Sovereign Debt’s Hot Spots (Wall Street Journal)
Ah, interessant. Allerdings fand ich das hier besser:
http://av.r.ftdata.co.uk/files/2010/02/ScreenShot316.jpg
Da ist die Investmentposition des Landes drin. Ein ziemlich wichtiger punkt, denn Deutschland ist z.B. Nettogläubiger für den Rest der Welt. Das relativiert den deutschen Schuldenstand erheblich! Da gleiche gilt für Japan. Auch Japan hat – trotz 200% Staatsschulden im BIP – noch mehr Vermögen im Ausland als Ausländer Vermögen in Japan haben (ansonsten wäre das Rating von Japan auch nicht mehr so gut).
Oh, finde die Übersicht von egghat ziemlich interessant und stimme zu, dass gerade das Vermögen eines Landes in anderen Ländern viel stärker beachtet werden sollte, das relativiert doch die Landerratings erheblich.