Goldman Sachs hat den Heiligen Gral gefunden
Es gibt ihn also doch, den Heiligen Gral – das fehlerlose System – im Trading. Goldman Sachs hat ihn im Jahr 2007 gefunden oder selbst entwickelt. Entweder das, oder es geht in der Eigenhandelsabteilung von Goldman Sachs nicht mit rechten (sprich: legalen) Dingen zu. Schauen wir uns zuerst die Gewinnverteilung der einzelnen Handelstage von 2001 bis 2006 an. Man erkennt in den folgenden Grafiken (aus den 10-Q und 10-K von Goldman Sachs) die Anzahl der Tage (y-Achse) aufgelistet nach dem Tagesgewinn in Millionen Dollar (x-Achse).
2001
2002
2003
2004
2005
2006
Bis hierhin sieht alles recht normal (-verteilt) aus. Doch im Laufe des Jahres 2007 hat sich etwas geändert. Die Anteil der Tagesgewinne jenseits der 100 Millionen Dollar ist drastisch angestiegen.
2007
Noch ausgeprägter ist das im Jahr 2008 der Fall. Die relative hohe Anzahl an Tagen mit hohen Verlusten ist wohl der hohen Volatilität im Jahr 2008 zuzuordnen.
2008
Doch im Jahr 2009 wurde das Verfahren perfektioniert. Holy Grail 2.0?
Q1 2009
Q2 2009
Q3 2009
Wer von Euch hat auch so eine Performance? ;-)
Wann ist Hank Paulson vom Goldmans Chef-Sessel in das US Finanzministerium gewechselt? Ah ja, im August 2006. Sicher nur ein Zufall…
Exakt. Ab dem Tag konnten die Goldmännchen ihre Exposure bis an den Anschlag hochfahren – Rettung war jederzeit gewiss….
[...] Sachs soll nur “Gottes Arbeit” verrichten, oder auch den “Heiligen Gral” des Tradings gefunden [...]