Im Beitrag “Schnell Bank-Aktien kaufen!” hatte ich ja schon angemerkt, dass die Banken dieser Welt angefangen haben, sich gegenseitig hoch zu stufen und Bankaktien in den höchsten Himmel zu loben.

Jetzt ziehen die Deutsche Bank und Morgan Stanley nach. Am 8.10. hat Michael Carrier, Analyst bei der Deutschen Bank, die Bewertung von Morgan Stanley mit ‘Buy’ und einem Kursziel von 36,00 US-Dollar (Schlusskurs 7.10. war 31,16 Dollar) aufgenommen. Ich zitiere mal, was von dem von der Bank vermutlich gut bezahlten Analyst unter die Presseleute verstreut wurde:

Die Investmentbank Morgan Stanley stehe zwar immer noch vor einigen Problemen, schrieb Analyst Michael Carrier in einer Studie am Donnerstag. Er sei jedoch zuversichtlich, dass sie die Trendwende schaffe. Die Bank verfüge selbst bei einer Anhebung der Eigenkapitalanforderungen über ein ausreichend großes Finanzpolster. Außerdem bestehe die Chance auf kräftige Gewinnsteigerungen in der Vermögensverwaltung.

Am gleichen Tag erhöhte Huw van Steenis, Analyst bei Morgan Stanley, das Kursziel für die Deutsche Bank von 53 auf 57 Euro. Auch er war alles andere als untätig und sorgte dafür, dass jede noch so kleine Finanzseite im Internet folgendes vermeldete:

Er beurteile die Aussichten für den Bankensektor positiv, schrieb Analyst Huw van Steenis in einer Studie am Donnerstag. Die Branche profitiere unter anderem von den niedrigen Zinsen und dem Refinanzierungsbedarf der Unternehmen.

Ich kaufe den Analysten das nicht ab, und den Banken ihre Aktien nicht.