Die Kursanstiege an den Weltbörsen dürften bald beendet sein. Die großen Banken haben mit ihren gegenseitigen Empfehlungen und vor allem mit ihren Handelscomputern die Kurse hoch getrieben. Dem Handelsvolumen der letzten Wochen nach zu urteilen, dürften unabhängige Trader oder Fonds kaum beteiligt sein.

Das Ganze geschah natürlich, damit die Banken ihre Aktien zu möglichst hohen Preisen an den unbedarften Kleinanleger verhökern können. Sind die bei den Banken dringend notwendigen Kapitalerhöhungen erst einmal abgeschlossen, so werden die Preis treibenden Gebote der Handelscomputer entfallen und mächtige Kursrutsche wieder an der Tagesordnung sein. Da hilft es auch nicht, dass die “Experten” in der Finanzpresse gerade begonnen haben, die Geburt des neuen Bullenmarktes zu feiern.

Wells Fargo und Morgan Stanley verkauften bereits Aktien im Wert von $16,6 Milliarden. Die Bank of America folgte jetzt mit dem Verkauf von 1,25 Milliarden neuen Aktien zu je $10,77 im Gesamtwert von $13,5 Milliarden. Weitere große Anteil an anderen Unternehmen werden verkauft, um frisches Kapital zu bekommen.

Um auch noch an das restliche benötigte Geld zu kommen, wird die Allgemeinheit schon wieder tollen Sprüchen in Sicherheit gewogen:

  • “Wir fühlen uns mit unserer aktuellen Kapitalsituation in den gegenwärtigen ökonomischen Rahmenbedingungen wohl.” - Kenneth Lewis, CEO der Bank of America
  • “Das Schlimmste ist für die Bank of America vorüber.” - Kim Yong Tae, Fondmanager bei Yurie Asset Management Inc. in Seoul
  • “Unsere Bilanz, Liquidität und Eigenkapital bleiben stark.” - Alan Schwartz, Präsident und CEO von Bear Stearns am 10. März 2008, 4 Tage vor dem Zusammenbruch

Also: Alles wird gut! Friede, Freude, Eierkuchen wohin man schaut.

Bank of America Raises $13.5 Billion Selling Shares