Huch! Hilfe! OECD malt düsteres Bild
Wie Ihr sicher schon in der Mainstreampresse oder anderswo mitbekommen habt, prognostiziert die OECD eine Abnahme der deutschen Wirtschaftsleistung um -5,3%. Erst im Jahr 2010 solle sich die Wirtschaft mit einem Plus von +0,2% wieder stabilisieren. Das hört sich natürlich super-schlimm an, und so geistert die Zahl in Windeseile durch die Finanzpresse und die Blogosphäre.
Die Prognose ist schlimm, kein Zweifel, aber ist die Wirklichkeit auch so schlimm? Wie zuverlässig diese langfristigen Prognosen sind, und welche Lebensdauer sie haben, kann man gut daran erkennen, dass die OECD noch im Dezember 2008, also vor gut drei Monaten, für das Jahr 2009 einen Rückgang von nur -0,8% prognostiziert hat. Gibt es jetzt also alle drei Monate eine Prognose für die nächsten zwei Jahre, die keine Übereinstimmung mit der vorherigen erkennen lässt? Wozu brauche ich solche Prognosen?
P.S.: Genauso unverständlich sind mir die kopflosen Reaktionen der Trader weltweit auf Wirtschaftszahlen aus den USA (wie Arbeitslosenquote, BIP, etc.), die sowieso regelmäßig einen Monat später wieder komplett revidiert werden, und teilweise dabei sogar das Vorzeichen geändert wird.
P.P.S.: Ihr kennt den Witz, warum es Ökonomen und ihre Prognosen gibt, oder?
nee, wie geht der Witz?
Doch, kenn ich. Damit die Astrologen mit ihren Prognosen nicht ganz so schlecht aussehen.