Das Jahr 2009 fängt so an, wie das Jahr 2008 aufgehört hat. Mit einem satten Minus von -9.8% im Januar 2009 startet der DAX in das neue Jahr. Die Hoffnung auf Besserung nach dem Erklimmen der Marke von 5000 Punkten in den ersten beiden Handelstagen wurde im Keim erstickt. Anschließend ging es praktisch ohne Gegenwehr nur abwärts: ein Minus von 20% vom Hoch zum Tief im Januar. Nur in der letzten Woche konnte sich der DAX wieder nach oben arbeiten.

Stundenschart des DAX vom Januar 2009 Abbildung: Stundenchart des DAX vom Januar 2009

Im folgenden Monatschart ist gut zu erkennen, dass die Tiefs vom Oktober sowohl im November als auch im Januar getestet wurden und bisher als Unterstützung gehalten haben. Dabei befinden wir uns auf dem Niveau der Seitwärtsbewegung im Jahr 2004. Der DAX beendet den Januar ziemlich genau auf dem SMA200 (rot) im Monatschart. Der DAX ist im Monatschart nun deutlich im überverkauften Bereich angekommen (RSI7 = 17.1) und befindet sich in einem starken Unterstützungsbereich. Allerdings ist das Bild im langfristigen Monatschart jetzt wieder sehr bearish. Es gibt also leider noch keine Entwarnung.

Monatschart des DAX vom Januar 2009 Abbildung: Monatschart des DAX vom Januar 2009

Unter den Einzelwerten im DAX sind als Gewinner besonders SAP (+10.3%), Fresenius Medical Care (+5.1%) und Salzgitter (+3.8%) zu nennen. Ganz am Ende findet man die Finanzwerte als die größten Verlierer: Deutsch Bank (-25.6%), Infineon (Pennystock), Deutsche Postbank (-39.2%) und die Schmerzbank Commerzbank (-46.4%).

Ich möchte nicht wissen, wie viele sich am Ende des Jahres 2008 gedacht haben: “Ab 2009 gilt die Abgeltungssteuer von 25% auf Aktiengewinne. Da kaufe ich lieber schnell noch die Aktien, die 2008 am meisten verloren haben.” Das war ein großer Fehler.

Daran erkennt man auch wieder die Gültigkeit von zwei Regeln beim Trading: 1.) Aktien, die schlecht gelaufen sind, laufen meistens auch weiterhin schlecht. Eine Trendumkehr ist eben unwahrscheinlicher als eine Fortsetzung. 2.) Mache einen Trade niemals aus steuerlichen Gründen. Ich zahle lieber 25% von einem Gewinn als einen Verlust von -50% hinzunehmen.

Einzelwerte im DAX sortiert nach ihrer Performance im Januar 2009

NameClose1 day1 week1 monthYTD1 year
SAP27.850.25%7.49%10.34%10.34%-12.06%
FRESEN.MED.CARE35.010.89%2.58%5.10%5.10%0.60%
SALZGITTER57.08-3.45%10.02%3.78%3.78%-42.88%
MERCK66.27-0.81%-5.18%2.73%2.73%-16.10%
BAYER41.61-2.51%-3.21%0.14%0.14%-19.44%
ADIDAS27.13-1.85%4.51%-0.04%-0.04%-36.21%
VOLKSWAGEN249.45-2.18%5.92%-0.22%-0.22%63.97%
METRO28.400.50%1.79%-0.60%-0.60%-49.87%
RWE60.87-0.72%1.62%-4.44%-4.44%-26.84%
MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.103.70-3.71%5.33%-6.58%-6.58%-9.16%
K+S37.15-2.83%2.60%-7.06%-7.06%-8.54%
BEIERSDORF38.40-1.87%-0.26%-8.57%-8.57%-23.66%
HENKEL20.190.50%0.35%-10.62%-10.62%-37.18%
E.ON25.24-0.94%1.04%-11.25%-11.25%-26.88%
ALLIANZ SE VNA O.N.66.10-3.76%9.00%-11.87%-11.87%-45.60%
MAN34.120.03%11.91%-11.88%-11.88%-61.06%
DT.TELEKOM9.47-2.47%-7.16%-11.91%-11.91%-30.11%
LINDE52.25-3.24%1.20%-12.70%-12.70%-38.71%
BAY.MOTOREN WERKE18.611.69%5.68%-13.88%-13.88%-50.57%
LUFTHANSA9.50-1.66%1.93%-15.10%-15.10%-37.34%
THYSSENKRUPP15.94-4.55%-3.69%-15.93%-15.93%-52.49%
SIEMENS43.98-3.11%5.47%-16.51%-16.51%-49.01%
DAIMLERCHRYSLER22.00-2.44%5.26%-17.60%-17.60%-57.84%
DEUTSCHE POST9.780.51%12.03%-17.88%-17.88%-55.12%
BASF22.72-3.85%3.93%-18.07%-18.07%-42.07%
DEUTSCHE BOERSE NA O.N.39.50-3.49%0.87%-22.24%-22.24%-66.07%
DEUTSCHE BANK AG20.70-0.19%22.63%-25.62%-25.62%-73.02%
INFINEON TECH.AG NA O.N.0.70-1.41%2.94%-27.08%-27.08%-89.01%
DEUTSCHE POSTBANK9.423.52%23.14%-39.23%-39.23%-83.15%
COMMERZBANK3.560.85%19.46%-46.39%-46.39%-82.24%

(→ vollständige Tabelle mit SMA- und RSI-Werten)

Langfristiger Monatschart des DAX vom Januar 2009 Abbildung: Monatschart des DAX vom Januar 2009

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