Obwohl ich an Verfallstagen und dem Tag davor normalerweise nicht trade, habe ich heute morgen den Kursverlauf der Aktie von Continental (CON.ETR, DE0005439004) verfolgt. Die folgende Gedanken sind dabei zustande gekommen.

3-Minuten-Chart von Continental (CON.ETR, DE0005439004) vom 15.1.2009

  1. Nach den starken Verlusten zu Handelsbeginn bricht der Aktienkurs jetzt vollständig zusammen.
  2. Konsolidierung unter hohem Handelsvolumen.
  3. Es gibt neue Tiefs unter geringerem Handelsvolumen, als bei dem Kurssturz zuvor. Der RSI fällt nicht so weit wie beim vorherigen Tief (unter Null geht ja auch nicht…)
  4. Das Handelsvolumen flaut für ein paar Minuten fast vollständig ab. Die Verkäufer sind vorerst fertig, es besteht zu diesen Preisen kein Angebot mehr. Die Seite der Käufer weiß noch nicht, was sie tun soll. Zu diesen Preisen gibt es ebenfalls keine ausgeprägte Nachfrage. Der Kurs befindet sich vermultich an einem Wendepunkt. Ich gehe long mit Schnitt 19,94 Euro (siehe Kurzbeitrag “Continental unter 20 Euro”). Mein Ziel ist der Bereich von 20,90 bis 21,00 Euro, in dem der senkrechte Absturz um kurz nach 10 Uhr endete.
  5. Die 20 Euro werden überschritten, die Nachfrage zieht an.
  6. Erste Verkäufe kommen wieder auf. Allerdings fällt mit dem Preis auch das Handelsvolumen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit setzt sich die zaghafte Aufwärtsbewegung fort. “Mit hoher Wahrscheinlichkeit” ist aber nicht “mit Sicherheit”. Daher ziehe ich den Stop auf 20,05 Euro hoch.
  7. Die Preise sind unter steigendem Handelsvolumen wieder nach oben geklettert. Bei 20,50 Euro stagniert der Kurs. Ebenfalls ein Zeichen für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.
  8. Nach dem Durchbruch durch die 20,50 Euro ziehen Kurs und Volumen wieder an. Der nächste Halt ist bei der Marke von 21 Euro. Ich habe hier die Hälfte zu 20,95 Euro gegeben.
  9. Wieder gibt es einige Minuten fast ohne Handel. Da keine Verstärkung der Angebotsseite festzustellen ist, ist eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung wahrscheinlich.
  10. Der Kurs schnellt über die 21 Euro. Bereits aktive Kaufaufträge werden ausgeführt und treffen auf einen Angebotsüberhang. Der Kurs sackt schnell und vor allem sehr deutlich wieder unter die Marke von 21 Euro. Nicht gut.
  11. Es folgen erneut einige Minuten volumenarmes Abwarten. Dieses Mal ist es ein Zeichen dafür, dass die begonnene Abwärtsbewegung sich fortsetzen wird.
  12. Ein erneuter Versuch, den Kurs über die 21 Euro zu heben, scheitert. In dieser Phase entstehen bei fallenden Kursen deutlich höhere Umsätze als bei steigenden Kursen. Ich geben die zweite Hälfte der Position in andere Hände und mache Mittagspause.
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