Seit Wochen kennen alle Anlageklassen nur eine Richtung: nach unten. Seien es Aktien, Öl, Gold und andere Edelmetalle, Immobilien, Getreide, usw. Gibt es zur Zeit nirgendwo einen Bullenmarkt? Doch, natürlich gibt es ihn, und die Shorties in diesem Markt haben echte Probleme.

Und welche Anlageklasse befindet sich in einem Bullenmarkt? Bargeld natürlich. Für das gleiche Geld bekomme ich doppelt so viele Aktien wie im November 2007. Und doppelt soviel Öl, oder sogar dreimal soviel wie noch Anfang Juli 2008. Oder ein 30% größeres Haus, oder 25% mehr Gold im Vergleich zum März 2008.

Bargeld befindet sich zur Zeit in einem starken Bullenmarkt. Umso schlimmer ist es aktuell natürlich für diejenigen, die Bargeld leerverkauft haben, also die Bargeld Shortseller, die Geld ausgegeben haben, das sie nicht besitzen (Kreditnehmer, Schuldner). Befinden wir uns damit in einer deflationären Phase? Bei Wikipedia steht unter dem Begriff Deflation:

Unter Deflation versteht man den volkswirtschaftlichen Zustand eines allgemeinen und anhaltenden Rückgangs des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen. Erfahrungsgemäß geht eine Deflation mit einer Verringerung der umlaufenden Geldmenge und/oder der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes einher.

Das mit der Verringerung der Geldmenge stimmt ja nicht so ganz, bei dem was die Zentralbanken aller Länder im Rahmen des Mega-Bail-Outs gerade an Liquidität ausschütten (für den Transport muss Bernanke schon mehrere Fed-Hubschrauber oder ganze Staffeln losschicken). Das Geld kommt allerdings noch nicht so richtig in den Umlauf. Kredite werden weiterhin sehr vorsichtig oder gar nicht vergeben.

Aber wartet mal ab, bis sich die Lage beruhigt, die Weltwirtschaft zu wachsen beginnt und die Fantastilliarden an frisch gedrucktem Geld an die Arbeit geschickt, d.h. Kredite wieder vergeben werden. Dann werden wir eine Inflation bekommen, die sich gewaschen hat. Zu diesem Zeitpunkt gilt: raus aus Bargeld, rein in andere Anlageklassen.

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