Rekordrückgang bei den US Produzentenpreisen!
Ja, ja, so lauten gerade überall die Schlagzeilen. Der Indikator für die Produzentenpreise in den USA (PPI) ist um satte -2.8% gefallen. Erwartet wurde ein Rückgang um -1.6%. Überall in der Finanzpresse kann man lesen, dass das der größte monatliche Rückgang seit 1947 ist.
Fällt Euch etwas auf? Als die Preise im letzten Jahr deutlich gestiegen sind, hieß es immer: “Das ist aber nur der PPI, der das ganze volatile Zeugs wie Öl, Energie, Lebensmittel usw. enthält. Der zählt nicht, nur der core-PPI ist wichtig”. Jetzt, da die Preise für Öl und Energie deutlich gefallen sind, wird der PPI in den Vordergrund geschoben. Bis auf weiteres zählt nur dieser. Und was ist mit dem core PPI? Der ist um +0.4% statt der erwarteten +0.1% gestiegen. Aber psssst!
Jaja, darüber mosere ich auch schon seit Ewigkeiten. Die Spindoctors schaffen es immer wieder der Presse die “gute” Zahl aufzuschwätzen.
Sehr schön war das auch immer bei den Einzelhandelsumsätzen. Lange waren die stabil. Aber nur weil die Verbraucher immer mehr für Sprit ausgeben mussten. Darauf hingewiesen hat niemand. Jetzt brechen die Einzelhandelsumsätze ein (und die fallenden Benzinpreise verstärken diesen Trend) und fast alle weisen darauf hin, dass das ja vor allem an den sinkenden Spritpreisen liegt.
Aber der CPI fällt auch: gerade ist er 2 Monate in Folge gefallen (morgen könnte der dritte sein). Das ist, besonders in der Kombination mit dem in drei aufeinanderfolgenden Monaten sinkenden PPI, nicht so alltäglich. Eine Deflationstendenz (Deflationswelle?) zeichnet sich schon ab. Gerade hat Bespoke etwas mehr dazu: CPI + PPI = Deflation.