Da sieht man wieder einmal, was wir für korrupte Finanzmärkte haben, in denen die großen Interventionisten (Ex-Investmentbanken, Notenbanken, Finianzministerien) machen was und regulieren wie sie wollen. Die NYSE will (muss) ab Montag die sogenannte “sub-penny” Regel außer Kraft setzen. Bisher wurde die Notierung von Aktien, die eine bestimmte Zeit lang unterhalb von ca. einem Dollar ($1.05) notierten, an der NYSE aufgehoben. Diese Aktien fanden sich dann meistens im Bereich der OTC oder Pink Sheet Aktien wieder.

Das drohte jetzt auch den Aktien von Fannie Mae und Freddie Mac. Ein Delisting von der NYSE und eine Aufnahme der Notierung im OTCBB hätte natürlich zur Folge gehabt, dass die beiden Unternehmen ihren Status als “Investment Grade” verloren hätten, sprich fast alle Fonds hätten ihre Aktien und/oder Anleihen von den beiden Unternehmen auf den Markt geschmissen. Das darf selbstverständlich nicht passieren, also werden wieder einmal kurzerhand die Regeln geändert. Wenn das so weiter geht, werden sich private Trader und Anleger immer mehr zurück ziehen.

NYSE kippt Handelsausschluss wegen niedrigem Aktienkurs (Handelsblatt)