Hirn-Schmelze
Ich sitze gerade vor der großen Verblödungsmaschine (Fernseher) und bin beim Zapping bei “Kerner” zum Thema Finanz- und Bankenkrise gelandet. Selten so einen Müll gesehen. Alter Schwede! Nach der Bild haben nun alle TV-Sender das Thema durch. Zeit für den nächsten Bullenmarkt.
Besonders unfähige Antworten gab ja die Expertin Frau Kohl. (Kennt man sicher aus ARD Börse). Da passt das doch wieder: Finanz”experten” werden in Krisen geboren. Sie schießen wie Pilze aus dem Boden. Frau Kohl sollte besser den Dax weiter von der Tafel ablesen. Bei Wirtschafts- und Finanzsystemen sowie Volkswirtschaft hat sie Nachholbedarf. Naja, der Volk will ja verarscht werden…
Gebt ihm Brot und Spiele, sagte einst Cäsar. Geändert hat sich nix, nur die Kulisse.
Ja, am besten war ihre Aussage, dass die jetzige Situation mit der großen Depression nicht vergleichbar sei, “denn damals hatten wir Inflation“.
Ich habe mir die Sendeung gerade in der ZDF Mediathek angesehen. Hier meine Lieblingsaussagen von Frau Kohl:
- “Amerika ist schlecht gebaut. Amerika wird so klein werden.” (Entfernung zwischen Daumen und Zeigefinger)
- “Was ist die Alternative?” (kam zig mal)
- Frage: “Wer gewinnt bei so einer Krise?” Kohl: “Alle die, die kaufen und darauf spekulieren, dass in Zukunft alles wieder mehr wert sein wird.”
- “Große Depression 1929. Da hatten wir dann Inflation, da hatten wir Geldentwertung. Das haben wir im Moment nicht.”
Hi Marc,
den Super-Tip hatte ich gar nicht mitbekommen. Kaufen und spekulieren dass es steigt. Und schon bin ich ein Gewinner der Krise. Echt toll!
Und die Aussage zur großen Depression 1929 ist einfach sagenhaft. (Hyper-)Inflation und Geldentwertung waren ja in den frühen 20ern das Problem, nicht aber in der Weltwirtschaftskrise ab 1929. Da war das Problem nämlich unter anderem die enorme Deflation, die Unmengen an Arbeitsplätzen kostete. Also genau das Gegenteil von Inflation.