Fiasko Freitag Donnerstag Bank Nr. 13: Washington Mutual
Huch, einen Tag zu früh! Die schlauen Hunde von JP Morgan haben vor kurzem ja die direkten Verhandlungen mit Washington Mutual (WaMu) ergebnislos beendet. Ein geschickter Schachzug, können sie die Bude mit einem Anlagevermögen von (auf dem Papier) $307 Milliarden jetzt für schlappe 1.9 Milliarden Dollar von der FDIC kaufen. Hätte die FDIC die Bank übernommen, wäre deren Sicherungsfond geplatzt. Die Schließung von WaMu wird damit begründet, dass nach einem Exodus von Kundengeldern im Volumen von 16 Milliarden Dollar der reguläre Betrieb der Bank nicht mehr gesichert war. Bank run!
Verzählt, WaMu ist die 13.
Die 12 war Ameribank.
Hoffentlich bringt die 13 kein Pech durch weltweite Verwerfungen an den CDS Märkten …
Washington Mutual ist nun letztlich das Opfer der gestern gescheiterten Verhandlungen (vielleicht sogar ein Bauernopfer der Administration, um den Druck aufrecht zu erhalten). Sollte der Rettungsplan (Bailout) aus politischen Gründen nicht zustande kommen, dürfte nach den Armageddon-Reden von Bush der Run auf die Banken einsetzen. Die Frage ist demnach, ob eine Lösung möglich ist. Die Republikaner versuchen aktuell, den unpopulären Plan den Demokraten in die Schuhe zu schieben. Dass die Demokraten kaum Lust verspüren dürften, sich auf dieses Spiel einzulassen, ist irgendwo noch verständlich.
egghat, stimmt, die habe ich ja hier auch selbst im Blog. Kann ich mich heraus reden, indem ich sage, das war nur ein Test ob überhaupt noch jemand mein Geschreibsel hier liest? Ich ja scheinbar nicht…
@Anonymous: Kein schlechter Gedanke, dass die Pleite auf einen Donnerstag vorgezogen wurde, um mit der Marktreaktion die Kongressabgeordneten unter Druck zu setzen. Wenn’s um Geld geht, hast Du keine Freunde. Erst recht nicht bei $700000000000 (+ change).