Jeden Morgen wenn ich meine Tradingsoftware starte, kommen immer mehr rote Felder mit “Not available for short sale” in meinen Watchlists dazu. Waren es zum Beispiel an der New York Stock Exchange ursprünglich 204 Aktien, so können mittlerweile 308 Aktien nicht mehr leerverkauft werden (die vollständige Liste als Excel-Datei gibt es an der NYSE).

Eigentlich soll das Short Selling nur für Unternehmen unterbunden werden, die entweder Banken, Broker, Investmenthäuser, Anlageberater oder Versicherungen sind oder deren hauptsächlicher Geschäftszweig aus einem dieser Sektoren kommt. Aber wie kommen dann die Aktien von Unternehmen wie der IT Dienstleister IBM oder die CVS Caremark Corporation, eine Art Apotheken-Kette, auf diese Liste?

Ganz einfach: Die Börsen fragen die gelisteten Unternehmen (also ihre Kunden), ob sie ihrer Meinung nach auf die Liste gehören oder nicht. IBM gehört dazu, weil sie eine eigene Finanzierungsabteilung haben. Die macht zwar nur 2% des Gesamtumsatzes aus, aber was soll’s. Und bei CVS kann man Rezepte gegen Medikamente einlösen, und das wird ja teilweise über die Krankenkassen abgewickelt. Und die Krankenkassen sind? … Richtig, Versicherungen. Alles klar?

Andererseits sind auch Unternehmen auf der Liste, die gar nicht wissen, warum. Und eine hatte sogar den Mumm, sich freiwillig wieder streichen zu lassen: die JMP Group.

Da hat die Börse in Pakistan das irgendwie transparenter gehandhabt.

List of no-short stocks is expanding

Share