Das Finanzministerium der USA übernimmt die beiden am Boden liegenden Unternehmen Fannie Mae und Freddie Mac. Fannie Mae wurde 1968 privatisiert (private Investoren kauften Anteile, das Geld bekam der Staat), Freddie Mac im gleichen Jahr gegründet, um zu Fannie Mae in Konkurrenz zu stehen. Heute wurden die privaten Investoren enteignet, die Unternehmen werden in die Obhut des Staates genommen, und das Finanzministerium (=der Steuerzahler) gibt eine “open-end Garantie soviel Kapital wie nötig zur Verfügung zu stellen, um eine Insolvenz abzuwenden”.

In einem Artikel der New York Times ist eine Erklärung des U.S. Finanzministers zu lesen:

“Fannie Mae and Freddie Mac are so large and so interwoven in our financial system that a failure of either of them would cause great turmoil in our financial markets here at home and around the globe,” Mr. Paulson said. “This turmoil would directly and negatively impact household wealth: from family budgets, to home values, to savings for college and retirement. A failure would affect the ability of Americans to get home loans, auto loans and other consumer credit and business finance. And a failure would be harmful to economic growth and job creation.”

Wie immer in solchen Fällen wird als Grund nur angegeben, dass man dem kleinen Mitbürger helfen wollte, damit seine Altersvorsorge nicht zu sehr an Wert verliert (wieviele Rentenfonds sitzen wohl auf wertlosen Aktien der Unternehmen), und damit weiterhin jeder Kredit bekommt, der einen haben will.

Dass Mr. Wall Street Hank Paulson damit tausende extrem gut bezahlten Jobs seiner Ex-Kollegen (und Kollegen in spe) bei den Investmentbanken rettet, wird nicht gesagt. Auch wird damit die gesamte Riege der Investmentbanken erneut aufgefordert, mit Blick auf die Rendite weiterhin irrsinnige Risiken einzugehen. Zur Not zahlt einfach der Steuerzahler.

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