Die nächste Bank beißt ins Gras: IndyMac
Die Hypotheken- und Bausparbank IndyMac Bank (IMB, US 45660701001) wurde gestern von der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) geschlossen, nachdem Kunden die Bank quasi gestürmt haben, um ihre Guthaben abzuheben. Ab Montag wird die FDIC die Geschäft unter dem neuen Mantel “IndyMac Federal Bank” weiterführen. Bis $100.000 sind alle Einlagen pro Kunde versichert.
Leider verfügen ca. 10000 Kunden über darüber hinaus gehende Guthaben von insgesamt etwa einer Milliarde Dollar, die nicht versichert sind. Diese können die FDIC aber über eine – freundlicherweise – kostenlose Telefonnummer erreichen, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Sie werden vorab ca. 50% des unversicherten Guthabens ausgezahlt bekommen.
Die gesamten Kosten für die FDIC werden auf 4 bis 8 Milliarden Dollar geschätzt. Das sind ja wieder super Vorgaben für Montag. Man kann über die aktuelle Marktsituation sagen was man will, aber langweilig ist es nicht.
→ Immobilienkrise sorgt für neue Milliarden-Pleite
→ IndyMac Seized by U.S. Regulators; Schumer Blamed for Failure
→ FDIC Establishes IndyMac Federal Bank, FSB as Successor to IndyMac Bank, F.S.B., Pasadena, California

Oh, oh…
Laut Reuters hat die FDIC weitere 90 Banken auf der Liste, die in Schwierigkeiten sind:
IndyMac seized as financial troubles spread