Am Freitag habe ich einen Chart hier im Blog eingestellt, ohne zu sagen um welche Aktie es sich handelt. Dann habe ich Euch gefragt, ob Ihr aufgrund des Charts eher long oder short für diese Aktie eingestellt seid.

In den Kommentaren wurden meiner Meinung nach alle wichtigen Sachen angesprochen: Im Tageschart lädt die W-Formation (umgekehrte SKS) bei Überschreiten der Nackenlinie zu einem Long ein. Allerdings ist sie nach einem Gap unter hohem Volumen enstanden. Das mahnt zur Vorsicht. Spekulieren könnte man auch auf einen guten Short nach dem Gap-Close.

Im Wochenchart ist der langfristige Aufwärtstrend fast zu schön um wahr zu sein. Der SMA 50 hat bereits mehrmal als zuverlässige Unterstützung gewirkt.

Mal sehen, wie es weiter ging. Spulen wir einmal drei Monate vor:

Tageschart von Bear Stearns vom 29.6.2007
Tageschart von Bear Stearns vom 29.6.2007

Wochenchart von Bear Stearns vom 29.6.2007
Wochenchart von Bear Stearns vom 29.6.2007

Es handelte sich um den Chart von Bear Stearns von Ende März 2007. Die Aktie konnte sich danach leicht erholen und das Gap schließen. Danach verlor sie aber wieder und durchbrach erneut unter extrem hohem Handelsvolumen den SMA50 im Tages- und im Wochenchart nach unten. Wie wohl jeder weiß, war das ein perfekter Short-Entry:

Wochenchart von Bear Stearns vom 30.5.2008
Wochenchart von Bear Stearns vom 30.5.2008

Der Durchbruch des SMA50 im Tages- sowie im Wochenchart ist eine der Grundstrategien von William J. O’Neil:

It ist at this point that the stock should be monitored very cloesely for a sharp, high-volume break back down through the 50-day moving average. When this second break occurs, confirming the downtrend that was set in motion by the first break off the top, you should begin initiating your short position as close to the break through the 50-day moving average as possible.

William J. O’Neil in seinem Buch “How To Make Money Selling Stocks Short”

Share