Charttechnik für den Dow Jones, Nasdaq, DAX und Co.
Ende Oktober und Anfang November habe ich in den Wochenrückblicken (hat die eigentlich jemand gelesen?) mehrmals angesprochen, dass sich die Märkte in der Phase des “topping out” befinden (Wochenrückblick 2007 KW42 vom 21. Oktober 2007):
Die Aktienmärkte dieser Welt sind meiner Meinung nach mittlerweile in zwei Lager gespalten. Gruppe 1 mit Japan, den USA, Großbritannien, Deutschland und dem restlichen Europa hat das beste des aktuellen Bullenmarktes hinter sich und den Höhepunkt bereits überschritten. Die Aktienmärkte befinden sich im “topping out? und im Übergang in einen Bärenmarkt.
Dieses “topping out” scheint nun in der letzten Phase angekommen zu sein. Es hat sich bei den wichtigsten Aktienindizes in den USA eine SKS Formation (Schulter Kopf Schulter) gebildet, die nun dabei ist, die Nackenlinie zu durchbrechen. Nach unten.
Beim Dow Jones stellt die Marke von 12800 Punkten die Region dar, um die die Bullen und Bären bereit mehrmals hart gekämpft haben. Dreimal gewann der alternde Bulle, aber mit jedem Mal konnten die anschließenden Gewinne immer kürzer ausgebaut und gehalten werden. Bei dem jetzigen dritten Test werden die Bullen vielleicht noch einmal einen kurzen Bounce in dieser Woche schaffen.
Letztendlich werden sie ihn aber meiner Meinung nach verlieren und weitere Verluste bis auf 12000 Punkte um Dow Jones hinnehmen müssen. Die Bären gewinnen die Oberhand im US Aktienmarkt. Der nächste Kursrutsch wird ein sehr kräftiger sein und nicht lange auf sich warten lassen. Das werden dann die Tage sein, in denen Daytrader innerhalb weniger Tage ihr Jahreseinkommen verdienen können, wenn sie auf der richtigen Seite stehen. Die 12000 sind meiner Meinung nach also nur der erste Zwischenhalt, bevor die Reise in Richtung 10000 weiter gehen wird.
Der Nasdaq Composite hat die Nackenlinie seiner SKS Formation im Tageschart (hier nicht gezeigt) mit einem fetten Gap Down durchbrochen. Für diesen Index erwarte ich einen schnellen Rutsch auf 2350 Punkte, bevor nach einer kurzen Erholung die Marke von 2000 Punkten anvisiert wird.
Wochenchart des Nasdaq Composite
Beim S&P 500 sieht es ähnlich aus. Hier liegt noch eine schwache Unterstützung bei ca. 1400 Punkten, aber auf deren Halt würde ich nicht spekulieren. Im Tageschart hat sich das “Todeskreuz” gebildet, d.h. der gleitende 50-Tage Durchschnitt (SMA50) hat den gleitenden 200-Tage Durchschnitt (SMA200) nach unten gekreuzt. Willkommen im Bärenland.
Bei den Small Caps im Russel 2000 ist Hopfen und Malz bereits verloren.
Beim DAX sieht die Sache etwas anders aus. Hier haben wir keine SKS Formation, sondern ein dreifaches Hoch, das dabei ist, mit den Hochs aus dem Jahr 2000 ein mehrjähriges Doppelhoch zu bilden. Momentan läuft der DAX in die Spitze eines aufsteigenden Dreiecks. An vielen Stellen habe ich schon Aussagen gelesen wie: “Aus einem aufsteigenden Dreieck brechen die Kurse fast immer nach oben aus. Das ergibt für den DAX ein Kursziel von 10000 Punkten.” Mal ehrlich, glaubt das in diesem konjunkturellen Umfeld wirklich jemand?




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