Und nun die Sachsen LB…

Financial Times Deutschland, 6. August:

“Wir haben keine Liquiditätsprobleme. Wir können alle unsere Verpflichtungen erfüllen”, sagte ein Sprecher der Bank.

Financial Times Deutschland, 18. August:

Ein Pool der Sparkassen-Finanzgruppe hat der SachsenLB eine Kreditlinie von 17,3 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Damit sei die Liquidität ihres am krisengeschüttelten US-Kreditmarkt engagierten Fonds Ormond Quay gegeben, teilte die Landesbank mit.

und weiter:

In Kredite bonitätsschwacher Schuldner (“Subprime”) investierte der Fonds nach Angaben der Landesbank nicht direkt.

Nicht direkt zu investieren ist etwas anderes, als nicht zu investieren, oder? Dann macht man die Verluste eben indirekt. Etwas anders liest sich das auch bei Spiegel Online:

Nach der Industriebank IKB soll jetzt auch die Sachsen LB vor einem Verlust von 500 Millionen Euro stehen. Grund sind ebenfalls Geschäfte mit zweitklassigen Immobilienkrediten.

Das kann den Verantwortlichen ja aber sowieso gleichgültig sein, zur Not kann man das alles auf die Bürger und über neue Schulden auf die nächste Generation schieben: “Der Freistaat Sachsen betonte, für alle möglicherweise aus dem Fonds entstehenden Verluste zu haften.” Siehe auch:

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