Der NYSE TICK Indikator gibt die Differenz zwischen der Anzahl an steigenden Aktien (Aktien mit einem uptick) und fallenden Aktien (downtick) an der New York Stock Exchange an. Bei einem Wert über Null ist also die Anzahl steigender Aktien größer als die Anzahl fallender Aktien.

Seit Anfang Juli hat sich bei den Werten des Indikators etwas geändert. Ich habe mich in den letzten beiden Wochen wiederholt gewundert, wie stark der Markt ansteigt, obwohl die TICK-Werte deutlich niedriger als üblich waren.

Zuerst dachte ich, die Algorithmen der automatischen Kaufprogramme der großen Mitspieler Gegenspieler seien geändert worden und die Institutionellen hätten mit dem Verkaufen von Aktien in die momentane Stärke begonnen.

Der Grund für die Änderung im Verhalten des TICK ist aber vermutlich die Abschaffung der uptick Regel durch eine Regeländerung der SEC, nach der der Leerverkauf (short selling) einer Aktie seit 1934 nur erlaubt war, wenn die Aktie zuletzt einen uptick aufwies. D.h. potentielle Leerverkäufer mussten ihre Order in den meisten Fällen geduldig ins Ask (in die Breifseite) stellen und warten, bis jemand die Aktien kauft. Seit dem 3. Juli ist es nun den Marktteilnehmern erlaubt, ihre Leerverkäufe einfach ins Bid (in die Geldseite) zu werfen, auch wenn daraus ein downtick für die entsprechende Aktie resultiert. Und genau seit diesem Tag hat sich das Verhalten des TICK geändert.

Selbst an einem starken Tag wie letzten Donnerstag, dem 12. Juli, erreichte der TICK Indikator nicht annähernd die üblichen Extremwerte.

Chart des NYSE TICK Index
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