Heute kamen zwei Gewinnwarnungen in den Markt: Sears Holdings Corp. (SHLD, ISIN US8123501061) gab bekannt, dass der Gewinn im zweiten Quartal um bis zu 46% sinken könnte. Die Aktie fällt an der Nasdaq aktuell um 10%. Die andere Gewinnwarnung kam von Home Depot (HD, ISIN US4370761029), die einen Gewinnrückgang von ca. 15% in diesem Jahr erwarten. Hier war man aber schlauer und hat gleichzeitig die Wunderwaffe “Aktienrückkaufprogramm” aus dem Hut gezaubert, so dass die Aktie unverändert tendiert. Der Rutsch am Immobilienmarkt macht sich so langsam im Konsumverhalten der amerikanischen Bevölkerung bemerkbar.

Eine weitere Nachricht kam von Standars & Poor’s. Die Rating-Agentur hat durch subprime Hypotheken gestützte Anleihen im Wert von $12 Milliarden auf die Beobachtungsliste für Abstufungen aufgenommen. Das entspricht ca. 2,1% aller derartigen Anleihen, die von Ende 2005 bis 2006 ausgegeben wurden. Auch das “globale Universum” der CDOs (collateralized debt obligations), die subprime Kredite enthalten, werde überprüft. Sollten Abstufungen folgen, müssten Versicherer und Pensionsfond entsprechende Anleihen und CDOs verkaufen. Die Verluste für Investoren könnten sich laut Institutional Risk Analytics alleine bei den CDOs auf bis zu $250 Milliarden summieren. (via → Bloomberg)

Aber es gibt nicht nur Verlierer: die Hedge Fonds von Paulson & Co. setzen seit einiger Zeit auf fallende Preise der subprime Kredite. Der Paulson Credit Opportunities Fund liegt nach der ersten Jahreshälfte 2007 bereits 129% im Plus.

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