Zinsen in Europa, wachsende Wirtschaft in den USA
Guten Morgen!
Nach dem für die meisten Amerikaner langen Wochenende werden auch die nächsten beiden Tage ein unterdurchschnittliches Handelsvolumen aufweisen. Dabei kann es aber heute richtig zur Sache gehen, da einige inflations- und damit auch zinsrelevante Neuigkeiten auf den Markt prasseln.
In Europa melden die EZB und die Bank of England ihre Zinsentscheidung und den Ausblick auf die weitere Inflationserwartung. Eine Zinserhöhung der EZB wird aber erst für September erwartet. Anschließend wird in den USA der ISM Dienstleistungsindex veröffentlicht. Sollte dieser wie in der Vergangenheit und wie der Index für das produzierende Gewerbe am Montag eine weitere Erholung der US Konjunktur anzeigen, so wird eine Erhöhung der Zinsen auch in den USA immer wahrscheinlicher, um bei einem steigenden Wirtschaftswachstum die Inflation unter Kontrolle zu behalten. Der Bericht zu den Ölreserven kann dann das Sahnehäubchen sein: eine stillgelegte Raffinerie und die Reisezeit in den USA dürften sinkende Benzinvorräte und daher steigende Preise zur Folge haben.
Die Vorgaben aus Asien sind aktuell (ca. 7:15 Uhr) deutlich positiv: Nikkei +0,5%, Hang Seng +0,4%, der Kospi mit +1,2%.
Ich wünsche Euch einen erfolgreichen Handelstag.
Termine
- 13:00 Uhr GB BoE Zinsentscheidung
- 13:45 Uhr EU EZB Zinsentscheidung
- 14:30 Uhr EU Pressekonferenz zur EZB Zinsentscheidung
- 14:30 Uhr US Jobless Claims
- 16:00 Uhr US ISM Non-Manufacturing Survey
- 16:30 Uhr US EIA Petroleum Status Report
[...] Trader’s Quest fasst die wichtigsten Termine des heutigen Tages zusammen: [...]
Steigende Zinsen in den USA wären nach meinem Geschmack :)
Nach steigenden Leitzinsen sieht es, nicht zuletzt dank der Hypothekenkrise, in den USA aber absolut nicht mehr aus. Experten rechnen jetzt sogar mit weiteren Zinssenkungen um bis zu einen ganzen Prozentpunkt noch im Laufe des Jahres. So wie es jetzt ausschaut, wird die FED es entgegen vieler Bedenken doch schaffen, ein so genanntes “Soft Landing” zu produzieren, also ein weiches Aufsetzen der Wirtschaft aus dem Konjunkturhoch der letzten Jahre.