Na, was glaubt Ihr? Ist das IPO gut gelaufen? Natürlich! Die Aktien der Bank of Communications Ltd. haben sich am ersten Handelstag vom Ausgabepreis bei 7,90 Yuan auf über 14 Yuan fast verdoppelt. Das IPO mit einem Volumen von $3,3 Mrd. war mit Zeichnungsaufträgen von knapp $190 Mrd knapp 60fach überzeichnet. Die A-Aktien werden mit einem Premium von 65% zu den in Hong Kong handelbaren B-Aktien gehandelt. Deshalb steigen in den letzten Tagen auch die B-Aktien so stark, da auf eine Zusammenlegung von A- und B-Aktien spekuliert wird. An fallende A-Aktien zur Angleichung der Preise denkt scheinbar niemand, aber dann fallen eben A- und B-Aktien später in sich zusammen.

Das IPO lief also wie immer in China – und wie immer in dot.com Zeiten. Viele bis dahin unbedarfte Anleger hatten ja damals die Strategie, möglichst viele Konten bei möglichst vielen Banken zu haben, um auch ja eine - wenn auch noch so kleine – Zuteilung bei einem IPO zu bekommen. Und wie sieht es in China aus? 15,8 Millionen neue Aktiendepots wurden von Privatanlegern im ersten Quartal 2007 eröffnet. Das ist ein Plus von mehr als 20% gegenüber der Gesamtanzahl an Konten Ende 2006.

Zhou Xiaochuan, der Chef der chinesischen Zentralbank, sagte letztens dazu: “Die Aktienpreise steigen zu schnell, eine Blase könnte sich bilden”. Aha!?

(Quelle: Bloomberg)

Share