It’s not the economy, stupid!
Wie hier im Blog schon oft erwähnt, sehe ich die auf dem (bislang noch) billig verfügbaren Geld basierende Kreditblase als große Gefahr für die weltweiten Finanzmärkte an. In einigen interessanten Artikeln gehen das Handelsblatt (US-Immobilienkrise kocht hoch), das Börsennotizbuch (Augen auf die Zinsen! - Vergessen Sie die Konjunktur.) und MSN Money Kolumnist Jim Jubak (Drowning in cheap money – But this time it’s not the economy, stupid.) auf die sich langsam zeigenden Probleme auf dem US Immobilienmarkt ein.
Billiges Geld hat dort zur erhöhten Vergabe riskanter Kredite (sub-prime loans) geführt. Die Verkettung der Banken über Credit Default Swaps kann keiner nachvollziehen, so dass es bei dem exorbitanten Volumen an vergebenen Krediten nur eine Frage der Zeit ist, bis auch größere und bekanntere Institutionen ins Wanken geraten werden. Die kleineren Kartenhäuser fallen bereits in sich zusammen (The Mortgage Lender Implode-O-Meter).
Der nächste Kandidat ist Fremont General (FMT), die gestern eine Unterlassungsanordnung der U.S. Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) erhalten hat, weil die Kreditgeschäfte ohne effektives Risikomanagement betrieben werden und somit Kreditausfälle hochwahrscheinlich sind.
Bisher haben die Foreclosures noch kaum angesprungen. Gerade die letzten 2 Monate sind sie etwas hoeher als vorher, sollten diese mal stark auf den Markt druecken, so werden wir eine sehr viel schnellere Marktbewegung sehen.
Bisher behaupten ja Experten, dass sich die ImmoBlase langsam entlaedt, da man ja nicht schnell sein Haus auf den Markt wirft. Unter normalen Umstaenden ist dies sicher richtig, aber sollten die Zwangsversteigerungen stark ansteigen, so entweicht der Blase Luft in Rekordzeit, dies wird bisher kaum beachtet!
[...] Quest hinweisen, mit dem er das Thema US-Immobilienmarkt und Hypothekenanbieter weiterführt: It’s not the economy, stupid!”. Es werden einige Links zu interessanten Artikel aufgelistet, darunter auch zum – Achtung! – The [...]