Wie heute morgen erwartet hat der ISM Manufacturing Index (vergleichbar mit dem ifo Index in Deutschland) den Aktienmärkten einen ordentlichen Dämpfer verpasst. Der Index ist gegen die Erwartungen unter 50 Punkte gefallen, was einen Rückgang im verarbeitenden Gewerbe bedeutet. Entsprechend schnellen die Aktienindizes nach unten, im Gleichschritt mit dem Dollar. Das dürfte nicht nur heute einiges an Volatilität in die Märkte bringen.

Daran sieht man, wie wichtig zumindest eine grundlegende Vorbereitung für den Handelstag ist. Ich schätze, es sind viele Trader kurz vorher noch long in den Markt gegangen, weil es nach Bodenbildung aussah, ohne zu wissen, dass so eine wichtige Meldung aus der Konjunktur bevorsteht. In entsprechenden Foren wird dann immer gefragt “Was machen denn die Amis jetzt?”. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Aber was passiert nun? Kommt das Schreckgespenst “Rezession” wieder? Fallen die Kurse ins Bodenlose? Das kann man noch nicht sagen. Der ISM Index hat ähnlich wie der ifo Index einen um ca. drei bis sechs Monate vorauseilenden Charakter. Sollte bei den nächsten Veröffentlichungen (immer am ersten eines Monats) der ISM Index weiterhin unter 50 Punkten liegen, sieht es für Aktien nicht gut aus. Es gibt zwar Ausnahmen, aber die sind rar. Sehr rar.

   

Chart des S&P 500 (oben, logarithmische Skala) und des ISM Manufacturing Index (unten) großes Bild




Update um 18:10 Uhr: Wer kauft denn nun schon wieder? Beim ISM fallen fast alle Teilindizes, außer den Preisen. Muss ich ja nicht verstehen…

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