Das Short Interest bei Rambus belief sich Mitte Oktober auf knapp 6 Millionen Aktien, was ca. 7% des Free Floats und einem Umsatz eines durchschnittlichen Handelstages entspricht. Noch wichtiger ist, dass sich über 80% der Aktien in festen Händen befinden. Das dürfte mit ein Grund für den Anstieg von 30% heute gewesen sein, bei dem sich einige auf der Short-Seite die Finger verbrannt haben werden.

Diese Information über das Short Interest sollte man immer berücksichtigen, wenn man eine Aktie, die mit einem Gap Up startet, handeln will. Je höher das Short Interest, desto größer ist die Anzahl von Anlegern, die ins Schwitzen kommen und versuchen werden, die geliehenen Aktien noch möglichst billig zurückzukaufen.

Was man dann häufig sieht, ist eine erste Lawine von Käufen innerhalb der ersten 45 Minuten. Danach bildet sich eine Bullen-Flagge unter stark abflauendem Volumen aus. Die eine Fraktion der Marktteilnehmer wartet jetzt erst einmal ab, was passiert, eine andere, kleinere Gruppe ist bereit, die bereits recht hoch scheinenden Preise zu bezahlen. Dadurch bleibt der Kurs der Aktie relativ stabil.

Beim Ausbruch aus der Bullen-Flagge nach oben (Punkt A) kann man mit sehr geringem Risiko, sprich einem Stop knapp unterhalb des Tiefs der Flagge long gehen. Eine andere risikoarme Möglichkeit zum Longeinstieg bietet sich im Allgemeinen beim Knacken des Verlaufshochs der ersten Handelsstunde (Punkt B), da dann die Kaufwelle in den ersten 45 Minuten höchstwahrscheinlich keine Eintagsfliege war. Weitere Anleger, die nicht in der Lage waren, die Stops für ihre Short Position einzuhalten (die kommt bestimmt noch einmal zurück…), laufen nun dem Kurs hinterher.

   
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