Dabei hatten wir am Freitag neue Allzeithochs in einigen deutschen
Aktienindizes.
DAX und MDAX über 10000 Punkten.
Jedenfalls laut Bloomberg während der Auktion.
Eigentlich stimulieren
günstige Inflationsdaten
die Anleger eher zum Kauf. Der Ölpreis fällt, die Inflation steigt
langsamer, also gibt es am Mittwoch keine Zinserhöhung
durch das FOMC. Oder doch?
Für Europa seien zwei weitere Zinserhöhungen im
Oktober und Dezember auf dann 3,5 Prozent bereits
eingepreist. Liegt darin etwa
der Reiz der Kurzläufer?
Mit neuen Produkten läßt sich nun auch eine
Wette auf die Zinsentwicklung
abschließen. Was bringen diese Zins-Korridor-Anleihen?
In London blüht der Insider-Handel,
obwohl er auch in Großbritannien verboten ist. Aber die
Marktteilnehmer scheren offenbar herzlich wenig um das Verbot.
Auch in Deutschland unterliegt er den strengen Regelungen
des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG). Ob sich hier alle Insider
daran halten? Ich wage es zu bezweifeln. Eine interessante
dreiteilige Serie zum Thema Insiderhandel bei
boerse.ARD.de
hat den Titel “Insiderhandel:
Der alltägliche Börsenkrimi“.
Für den Privatanleger soll aber jetzt Transparenz am Kapitalmarkt hergestellt werden.
Jetzt kommen auch die Medien auf dieses Thema zu sprechen:
Steiler Aufwärtstrend beim Ölpreis gebrochen. Ist es schon Zeit,
wieder long zu gehen? Nein, erst unter $60, wenn die Medien
alle im Einklang jubilieren “Öl unter 60 Dollar!”. Noch sind die
Anleger zu positiv gestimmt.
Denn was will man dann noch mit (teurerem?) Biosprit.
Scheinbar dringt der fallende Ölpreis diesmal auch zu uns Verbrauchern
durch, denn trotz guter Nachfrage wird
Heizöl deutlich günstiger.
Ebenso wie beim Öl kommt auch beim Gold das spekulative Kapital
langsam in Bedrängnis. Es gebe geringe Impulse von fundamentaler Seite
und der Goldpreis sei eine Wette auf die Nachfrage von Anlegerseite. Denn wie
bei allem, was gehandelt wird, bestimmen auch beim Gold
Angebot und Nachfrage den Preis. Und mit steigendem Preis
steigt das Angebot.
Die Aktientipps der Woche im Hamburger Abendblatt:
SAP (DE0007164600) und
GEA Group (DE0006602006). Naja, GEA sieht
meiner Meinung nach vom Chart her
für die nächsten Tage eher short aus.
Kräftiger Anstieg unter hohem Volumen
und am Freitag ein Doji Star. Ich würde mit einem Long noch
abwarten.
Auch die Wirtschaftswoche stellt ihre Tipps vor.
Um die Auflage zu steigern
uns Anleger die aussichtsreichsten Aktien vorzustellen,
befinden sich darunter seit einiger Zeit sehr viele
Unternehmen aus dem Rohstoffsektor. Diese Woche sind
es
SXR Uranium One,
(CA87112P1062)
Devon Energy,
(US25179M1036)
ThyssenKrupp.
(DE0007500001) sowie die
Commerzbank
(DE0008032004).
Es wäre aber ein Fehler, ausschließlich aufgrund von Tipps
Aktien zu kaufen. Meistens ist das Thema genau zu dem Zeitpunkt
ausgereizt, wenn die Medien aufspringen. Zumindest war
einer der letzten Tipps
(Wirtschaftwoche vom 2. September)
ein toller Short
(Teil 1
–
Teil 2
–
Teil 3).
Economy continues on soft landing
—
Der Rückblick auf die US Wirtschaft der vergangenen Woche
von Econoday auf Barron’s Online. In Englisch, aber wie immer mit vielen
sehr guten, leicht verständlichen Charts – auch ohne Englischkenntnisse.
Commodities sink
—
Der Rückblick auf die Weltwirtschaft der vergangenen Woche
von Econoday auf Barron’s Online. In Englisch, aber wie immer mit vielen
sehr guten, leicht verständlichen Charts – auch ohne Englischkenntnisse.