Wie in einem älteren Artikel schon geschrieben, werden massive Kursverluste bei Klitschen Unternehmen, die in wenig regulierten Börsensegmenten gelistet sind, oft mit Shortselling erklärt, obwohl die Kursverluste in fast ausnahmslos allen Fällen andere Gründe haben, wie sich meist aber erst später herausstellt. Unter Short-Selling, zu deutsch Leerverkaufen, versteht man das Verkaufen von Aktien, die man nicht besitzt, in der Hoffnung diese später billiger wieder zurück kaufen zu können. Die Aktien leiht man sich in der Regeln über seinen Broker, genauso wie man sich Geld leihen kann, um Aktien zu kaufen.

Wie gesagt, werden Kusrverluste oft den bösen, ja fast dämonisch übermächtigen Shortsellern in die Schuhe geschoben. Das ist natürlich totaler Quatsch. Das Shortselling ist keine schwarze Magie, und, nebenbei bemerkt, alles andere als einfach. Genauso könnte man böse “Longbuyer”, die mit geliehenem Geld Aktien kaufen, für extreme Kursgewinne verantwortlich machen.

Seit Juli müssen in den USA nun Leerverkäufe gemeldet werden, und die veröffentlichten Zahlen zeigen, dass das Short-Selling kaum eine Rolle spielt, nachzulesen in einem sehr interessanten Artikel auf FAZ.NET.

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