Mad Make Money
Ich oute mich. Ich habe mir heute die deutsche Kopie von Mad Money von Wallstreet-Legende und Ex-Hedgefond-Manager Jim Cramer (Ausschnitte auf YouTube) angesehen. Die Kopie heißt hier in Deutschland “Make Money“, wird von “Aktienprofi und Vermögensexperte” Markus Frick moderiert und läuft auf N24. Markus Frick beantwortet in den 20 Minuten der Sendung an ihn per Telefon oder E-Mail gerichtete Fragen. Natürlich “wählt [er] die interessantesten Fragen aus“. Frick moderiert noch nicht ganz so durchgedreht wie Cramer, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wer möchte, kann sich die Aufzeichnung der Sendung von heute, dem 10.8.2006, ansehen. In der Sendung fragte Markus Frick einen Anrufer, der mit Rohstoffaktien 20% bis 30% in den Miesen war, warum er um Himmelswillen so viele Rohstoffaktien im Depot habe. Ein Blick auf die Empfehlungsliste von “Markus Frick Inside” dürfte diese Frage beantworten.
Cramer’s Sendung kommt börsentäglich auf CNBC und ist dort mit durchschnittlich 400000 Zuschauer ein Quotenhit. Seine Empfehlungen in der Sendung sind dafür bekannt, am nächsten Tag deutlich zu steigen. Aber kann man damit wirklich Geld verdienen? Ja, und zwar, wenn man in den empfohlenen Aktien am nächsten Tag Short-Positionen aufbaut. Auf der Seite cramerwatch.org werden alle Empfehlungen verfolgt, und Jim Cramer tritt dort (ungewollt) gegen Leonard, den Affen, an. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Also: Immer selbst nachdenken. Die Verantwortung liegt alleine bei Dir.