Kommt jetzt ein Börsencrash? (II)
Wie schon im September 2005 sorgt ein neues bestätigtes Hindenburg Omen aus bisher vier einzelnen Signalen für Ängste vor einem Börsencrash. Auf die letzten beiden Hindenburg Omen folgten allerdings nur leichte Rückgänge von ca. 5% bzw. 2%, weil angeblich die Fed die Märkte mit Liquidität überschwemmt haben soll. Mal sehen, was dieses Mal passiert. Wir können also ein erneutes forward testing des Hindenburg Omen Indikators durchführen. Dass die Fed wirklich diesen Indikator beobachtet und Liquidität aufgrund eines Hindenburg Omens in die Märkte pumpt, wie McHugh vermutet
“We now have to factor in that the Fed is pumping liquidity to prevent crashes once these signals occur.”
halte ich – gelinde gesagt – für etwas übertrieben. Vielleicht beobachten jetzt einfach zu viele Marktteilnehmer diesen Indikator, handeln entsprechend und machen ihn daher unbrauchbar. Vielleicht ist er wie schon in Kommt jetzt ein Börsencrash? (I) vermutet einfach ein auf historischen Daten mit den entsprechenden Parametern zu stark optimierter Indikator, der die Vergangenheit exakt wiedergibt, aber für zukünftige Ereignisse nicht zu gebrauchen ist (sog. “over fitting” – ein häufiger Fehler bei der Entwicklung von Handelssystemen). Die letzten beiden Male folgte jedenfalls kein Crash. Wie McHugh aber auch ausführt, sollte man jetzt nicht einfach blind short Positionen aufbauen. Etwas Vorsicht bei long Positionen kann aber auch nicht schaden. Weitere Details sind in den Artikeln von Robert McHugh zu finden: