Insolvenzängste bei Calpine
Die New York Post berichtet in einem Artikel von heute, dass der Energiekonzern Calpine (CPN, US1313471062), der auf die Energieerzeugung aus Erdgas und geothermischen Quellen spezialisiert ist, ein Restrukturierungsteam von Kirkland & Ellis angeheuert hat. Calpine ist bis über beide Ohren verschuldet ($17 Mrd. ausgegebene Anleihen mit Junk Bond Status), wird beschuldigt, $370 Mio. unberechtigt für den Kauf von Erdgas benutzt zu haben. Da reicht so eine Nachricht natürlich für Insolvenzgerüchte und ein Minus von über 20% im Tagestief. Der Markt ist im Moment ein wenig nervös.
was bei den amis erst abgeht, wenn die anfangen MÜSSEN ihre maroden stromnetze zu sanieren…
[...] Bereits Mitte Oktober machten die ersten Spekulationen zur Insolvenz von Calpine (CPN, US1313471062) die Runde. Wie im Chart zu sehen, pendelte der Kurs der Aktie danach noch eine zeitlang zwischen $2,20 und $2,50. Ende November kam dann ein für Calpine negatives Gerichtsurteil wonach über $300 Mio. unrechtmäßig für den Kauf von Erdgas genutzt wurden und nun zurückgezahlt werden müssen. Danach ging alles ganz schnell: Downgrades von Analysten, offizielle Diskussion über Gläubigerschutz nach Chapter 11 als realistische Option für Calpine, Aufforderung zur Rückzahlung der $300 Mio., Entlassung von CEO und CFO und danach natürlich die Beteuerungen, dass alles gar nicht so schlimm sei und Calpine selbstverständlich das Geld zurückzahlen könne und auch werde. Lediglich eine Frist von unter 90 Tagen sei zu knapp. Ich tippe, die wollen sich noch etwas zeitlichen Freiraum schaffen, um den Antrag auf Gläubigerschutz in Ruhe vorbereiten zu können. [...]